Projektmotivation
Die Qualität geernteter Braugerste ist auch aufgrund des „Reinheitsgebots“ Grundvorraussetzung für einen reibungslosen Mälzungs- und Brauprozess sowie die Qualität bayrischen und deutschen Bieres. Im Sinne der Nachhaltigkeit und der Einkommen der erzeugenden Betriebe ist außerdem ein hoher Flächenertrag wünschenswert. Da der Klimawandel den Ertrag und die Qualität geernteter Braugerste zunehmend verändern, ist eine Anpassung der gesamten Wertschöpfungskette mittlerweile unausweichlich.
Im Sinne einer regionalen und nachhaltigen Wertschöpfung möchte das EIP Agri Projekt „Versorgungssicherung Braugerste“ daher dazu beitragen, dass auch in Zeiten des Klimawandels hohe Erträge bei hohen Qualitäten in Bayern und ganz Deutschland erreicht werden können!
Lösungsansatz und Ziel
Neben der klassischen Anbauweise von Braugerste als “Frühjahrsaussat”, können Alternativen die Versorgungssicherheit stützen:
– Der Anbau von Sommerbraugerste in “Herbstaussaat”
– Der Anbau von Winterbraugerste
Diese drei Varianten werden bereits von der Landwirtschaft praktiziert. Es fehlt jedoch eine objektiv ausgearbeitete Empfehlung, an welchen Standorten mit welchen Sorten welche Variante am besten praktiziert werden sollte. Einen solchen “Leitfaden für Braugerstenlandwirte” zu erarbeiten, ist Ziel dieses Projektes.
Herangehensweise
Von Herbst 2026 bis August 2028 werden daher systematisch gängige Sorten an verschiedenen Standorten der LfL Bayern sowie kooperierenden Versuchsanstellern in Parzellenanbauversuchen getestet, wobei die Saatzeitpunkte gezielt variiert werden. Die Witterungsdaten am Feld werden dabei per Wetterstation aufgezeichnet und mit den jeweils erhaltenen Erträgen und Qualitäten anschließend wissenschaftlich ausgewertet.
Neben diesen Anbauversuchen in Bayern sollen auch Erfahrungen/Daten anderer Bundesländer/Standorte mit in die Auswertung einbezogen werden. Wenn Sie hierzu einen Beitrag leisten können/möchten, melden Sie sich gerne bei unserem Projekt-Team!
