Endgültiger Erntebericht für Sommergerste in Deutschland – November 2018

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die extreme Trockenheit während des Sommers und die heterogene Braugerstenernte über alle deutschen Anbaugebiete haben dazu geführt, dass belastbare Qualitätsdaten der Sommergestenernte 2018 erst sehr spät verfügbar waren. Der Erntebericht der Braugersten-Gemeinschaft e.V., der sich auf stichprobenartige Auswertungen von Erntemustern für Sommergerste an den Landesanstalten für Landwirtschaft und den Landwirtschaftskammern in den Bundesländern stützt, erscheint deshalb später als gewohnt. Die Veröffentlichung basiert auf Durchschnittswerten aus den einzelnen Bundesländern, die sich aus Einzelanalysen-ergebnissen der Besonderen Ernteermittlung in den Ländern und aus Proben des Erfassungshandels bei der Warenannahme errechnen. Aufgrund der sehr heterogenen Ernte ist die Streuung der Einzelwerte sehr groß, so dass der Durchschnittswert nicht immer die Realität insbesondere in der Getreideerfassung wiedergibt. Bei der Darstellung der Eiweißgehalte haben wir, soweit verfügbar, die prozentuale Aufteilung der Sommergerstenmenge nach Eiweißgehalt abgebildet. Dies gibt einen Überblick über die große Streuung der Werte und die Herausforderungen, die bei der Warenannahme, aber auch bei der Einlagerung und Verarbeitung der Sommergerste aus der Ernte 2018 bestehen.

In Deutschland wurde auf ca. 450.000 ha Ackerfläche Sommergerste angebaut. Die Flächensteigerung von über 30 % zum Vorjahr (340.000 ha) hatte unterschiedliche Gründe. Trotz der extremen Witterungsverhältnisse hat die Flächensteigerung zu einer Braugerstenablieferungsmenge von ca. 1,25 Mio. t. auf Vorjahresniveau geführt. Der Durchschnittseiweißgehalt von 11,1 % lässt erahnen, wie viele Partien den gewünschten Optimalbereich des Eiweißgehaltes für Qualitätsbraugerste verlassen. Die Aufschlüsselung der Partien nach Eiweißgehalten von 11,5 bis 12,5 % sowie Partien über 12,5 % soll verdeutlichen, welche Erntemengen noch mit Qualitätszugeständnissen als Braugerste akzeptiert werden konnten und welchen Anteil der Erfassungshandel ggf. ablehnen musste.

Der nach Anbaufläche gewichtete Durchschnittsertrag belief sich auf 50,2 dt je ha (55,3 dt je ha im Vorjahr). Auch hier empfiehlt sich ein Blick in die Erntetabelle über die Bundesländer, da die Ertragssituation ebenfalls regionalspezifisch stark streut. Der Vollgerstenanteil ist über alle Sommergerstenanbauregionen in Deutschland relativ hoch und erreicht einen Durchschnittswert von 91,4 % (92, 4 % im Vorjahr). Auf Grund der trockenen und warmen Witterung sind kaum Krankheiten in der Sommergerste aufgetreten. Die heiße, regenfreie Abreife hat zudem zu einem überdurchschnittlich guten phytosanitären Zustand und zu optisch makelloser Ernteware geführt. Die Branche reagiert auf das knappe und regional sehr unterschiedliche Angebot mit Zugeständnissen im Eiweißbereich, aber auch teilweise bei der Sortenwahl. Die Hauptsorten, die sich 2018 im Anbau befanden sind: Avalon, Quench, Solist, RGT Planet und Catamaran.

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