Erntebericht über die Braugerstenernte in Deutschland

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Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Grundlage der stichprobenartigen Auswertung von Erntemustern für Sommergerste aus der Ernte 2017 an den Landesanstalten für Landwirtschaft und den Landwirtschaftskammern in den deutschen Bundesländern hat die Braugersten-Gemeinschaft e.V. einen Erntebericht erstellt. Abweichend von der Ernteprognose, die sich auf die Expertenschätzungen und Qualitätserwartungen aus den Braugerstenrundfahrten stützte, basieren die veröffentlichten Durchschnittswerte nun auf Analysenergebnissen der besonderen Ernteermittlung in den Ländern. Auf Grund der sehr heterogenen Ernte, die zudem durch eine längere Regenpause unterbrochen war, hat sich die qualitative Beurteilung der Erntemengen stark verzögert. Wie Sie der beiliegenden Tabelle entnehmen können, haben wir bei der Darstellung des Eiweißgehaltes neben dem Durchschnittswert auch den prozentualen Anteil der Erntemengen mit Eiweißgehalten zwischen 10,0 und 11,5 % angegeben. Diese Aufteilung der Darstellung soll einen Überblick über die breite Streuung des Eiweißgehaltes über den „Normalbereich“ hinaus verdeutlichen.

In Deutschland wurde auf 340.000 ha Ackerfläche Sommergerste angebaut. Dies entspricht in etwa der Anbaufläche des Vorjahres. Bezüglich der Witterungsverhältnisse ist insbesondere auf den sehr niederschlagsarmen Winter und die bereits im Frühjahr festgestellten höheren N-Min-Werte in den Böden einzugehen. Beide Faktoren sowie eine oft späte Nachlieferung von verfügbarem Stickstoff in die Pflanze sind für einen überdurchschnittlich hohen Eiweißgehalt in allen deutschen Anbaugebieten verantwortlich. Mit einem Durchschnittseiweißgehalt von 11,2 % (10,1 % im Vorjahr) befinden sich in manchen Anbauregionen über 50 % der geernteten Sommergerstenmenge über dem von der Brauwirtschaft geforderten Optimalbereich. Mit 55,4 dt/ha ( 54,1 dt/ha im Vorjahr) liegt sowohl der Ertrag als auch die Sortierung mit durchschnittlich 92,4 % (91,6 % im Vorjahr) über den Prognosen. Insgesamt rechnet die Braugersten-Gemeinschaft e.V. mit einem Braugerstenaufkommen von ca. 1,2 Mio. t. in Deutschland. Bei den nach der Regenpause geernteten Mengen ist der nicht immer gute phytosanitäre Zustand oft Kriterium für eine niedrige Selektionsquote. Die Branche reagiert mit Zugeständnissen im Eiweißbereich auf die teilweise gravierenderen qualitativen Mängel, die sich oft auch erst nach der Lagerung der Ernteware zeigen.

Die Hauptsorten, die sich 2017 im Anbau befanden, sind Avalon, Solist, Quench, Propino, Catamaran, Grace und RGT Planet.

BRAUGERSTEN-GEMEINSCHAFT e.V.

gez. Walter König

 

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