Verarbeitungsempfehlung

Seit der Überarbeitung des Berliner Programms im Jahre 2005 vergibt die Braugersten-Gemeinschaft e.V. für Sorten, die das Berliner Programm erfolgreich durchlaufen haben die “Verarbeitungsempfehlung des Berliner Programms”. Die Markteinführung, sowie die Marktakzeptanz neu zugelassener Braugerstensorten werden durch die Verarbeitungsempfehlung schneller in die Praxis umgesetzt, so daß der Zuchtfortschritt der gesamten Wertschöpfungskette zeitnah zur Verfügung steht.

Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. entscheidet über Neuzulassungen und verleiht die „Verarbeitungsempfehlung 2017“

Das Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. hat die Braugerstensorte „Cervinia“ (Saatzucht Breun) nach bundesweiten Mälzungs- und Brauversuchen im Praxismaßstab zur Verarbeitung empfohlen.

Von den durch das Bundessortenamt im Dezember 2016 neu zugelassenen Braugerstensorten „Accordine“ von Saatzucht Ackermann, “KWS Fantex” von KWS Lochow, „Laureate“ und  “Torbellino” , beide von Syngenta, sowie der EU-Sorte “Bente” von Nordsaat wurden die Sorten „Accordine“ und “Laureate” in die großtechnischen Praxisversuche der kommenden Vegetationsperiode aufgenommen.

Der 1. Vorsitzende der Braugersten-Gemeinschaft e.V., Dr. Georg Stettner, Bitburger Braugruppe, wies im Hinblick auf die Braugerstenaussaat darauf hin, dass Sorten ohne “Verarbeitungsempfehlung” nur mit bestehenden Abnahmeverträgen in den Boden kommen sollten. “Die Abnahmeakzeptanz seitens der Malz- und Brauwirtschaft sei nicht generell gegeben, sondern bedarf einzelbetrieblicher Vereinbarungen!”, so Dr. Stettner.

Die Entscheidung des Sortengremiums stützt sich auf die Untersuchungsergebnisse aus den Wertprüfungen I – III des Bundessortenamtes, auf die Ergebnisse der Landesanstalt für Landwirtschaft in Weihenstephan zu den Kornanomalien sowie auf die halbtechnischen Versuche an der VLB-Berlin und am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan. An die halbtechnischen Versuche schließen sich Praxisgroßversuche in Mälzereien und Brauereien an verschiedenen deutschen Standorten an, die im jeweiligen Folgejahr ausgewertet werden. Die dadurch generierte breite und vor allem mehrjährige Datenbasis stellt eine sehr gute Entscheidungsgrundlage für das Sortengremium dar.

Das Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. setzt sich aus Vertretern der Institute, der Landwirtschaft, sowie namhafter Mälzereien und Brauereien zusammen.

Verarbeitungsempfehlung 2017

Frühere Ergebnisse zu neu zugelassenen Braugerstensorten aus dem Berliner Programm und die jeweilige Verarbeitungsempfehlung der Braugersten-Gemeinschaft e.V. finden Sie hier zum Download:

Verarbeitungsempfehlung 2016

Verarbeitungsempfehlung 2015

Verarbeitungsempfehlung 2014

Verarbeitungsempfehlung 2013

Verarbeitungsempfehlung 2012

Verarbeitungsempfehlung 2011

Verarbeitungsempfehlung 2010

Verarbeitungsempfehlung 2009

Verarbeitungsempfehlung 2008

Verarbeitungsempfehlung 2007

Kontakt

Telefon

089 / 286604-31

E-Mail

koenig@braugerstengemeinschaft.de; kramer@braugerstengemeinschaft.de

Geschäftsstelle

Die Geschätsstelle der Braugersten-Gemeinschaft e.V. befindet sich im MÜnchner Brauerhaus in Bürogemeinschaft mit dem Bayerischen Brauerbund e.V. Die Zentrale für beide Vereine ist über die Telefonnummer 089/286604-0 erreichbar. Geschäftsführer Dipl. Ing. Walter König ist in dringenden Fällen auch mobil unter der Nummer 0170/7846205 erreichbar

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